Dakar 2027: Saudi-Arabien oder Marokko? Das wissen wir aktuell

Die Dakar 2027 soll stattfinden. Das ist die wichtigste Nachricht dieser Woche. Wie und wo genau, ist noch offen, und das beschäftigt uns bei TimeOut Racing genauso wie Dich.
In einem Bericht von Mundo Deportivo vom 5. Oktober 2026 schildern Teams, Fahrer und Beifahrer, was ASO derzeit vorbereitet. Wir fassen für Dich zusammen, was dort steht, und halten uns dabei an die Aussagen der Beteiligten.
Warum jetzt alles in Bewegung ist
Die Lage im Nahen Osten hat sich nach dem Rallye du Maroc weiter verschärft. Die Huthi aus dem Jemen meldeten Angriffe auf Anlagen des Ölkonzerns Aramco in Riad, und in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gab es am 3. Oktober laut EFE mindestens acht starke Explosionen. Die Teams haben das Rennen in Marokko trotzdem ruhiger verlassen, weil ASO ihre ersten Fragen beantworten konnte. Die Botschaft ist klar: Es wird gefahren. Die endgültige Entscheidung soll in den nächsten rund 15 Tagen fallen.
Plan A: Saudi-Arabien, aber mit neuer Strecke
Offiziell bleibt Saudi-Arabien der Austragungsort. ASO zeichnet gerade eine alternative Route, die weiter im Norden liegt, Yanbu meidet und möglichst viel Abstand zur Konfliktzone hält. Ein erfahrener Beifahrer berichtet, dass ein Roadbook-Autor die Strecke vor Ort entwirft und noch auf die Freigabe neuer Gebiete oberhalb von Ha'il gewartet wird. Der Start am 1. Januar bleibt das Ziel. Die ursprünglich vorgestellte Strecke wird sich aber ändern.
Plan B: Rally Merzouga by Dakar in Marokko
Als zweites Szenario nennen mehrere Teams eine kürzere Veranstaltung mit acht Etappen in Marokko, statt der üblichen zwei Wochen. Der Arbeitstitel lautet Rally Merzouga by Dakar, und sie soll günstiger sein als die Dakar. Pro Dunes, der Promotor des Weltmeisterschaftslaufs in Marokko, signalisiert Unterstützung. Pep Vila, einer der Investoren, hält diese Lösung für glaubwürdig und machbar. Er sieht ausser Saudi-Arabien und Marokko keine realistische Alternative, weil anderswo Know-how und Bereitschaft der Behörden fehlen.
Eine klassische Dakar quer durch Afrika bleibt ausgeschlossen. Dakar Direktor David Castera hatte das schon im Januar 2025 mit der Sicherheitslage begründet.
Pep Vila fasst es so zusammen (aus dem Spanischen übersetzt): "Es ist enorm wichtig, dass die Dakar stattfindet, für das Wohl aller." Die Quelle dazu ist der verlinkte Artikel von Mundo Deportivo am Ende dieses Beitrags.
Stimmen aus dem Feld
Die Einschätzungen gehen auseinander, und genau das macht die Lage so ehrlich. Ein langjähriger Dakar Teilnehmer sieht in Saudi-Arabien aktuell zu viel Risiko und hält Marokko als einmalige Rettung des Jahres für sehr passend. Der Teammanager eines Assistance Teams erzählt, sein Team würde heute nicht nach Saudi-Arabien reisen, sei aber froh, dass ASO den Kunden so oder so ein Rennen sichern will. KTM Rallyechef Andreas Hölzl sagt klar, dass sein Team fahren will, am liebsten mit einem sicheren Plan B, und dass eine solche Entscheidung Zeit braucht.
Was das für Dich bedeutet
Für Teams, die Fahrzeuge vermieten und komplette Assistance anbieten, hängt vom Rennen die ganze Saison ab. Genau deshalb sagt ein Verantwortlicher im Bericht, er werde die nächsten 10 bis 15 Tage abwarten und seine Kunden ruhig und offen informieren. Manche würden bei Plan B absagen, andere könnten sich gerade wegen Strecke und Preis dafür entscheiden.
Zu Versicherung und Geld gibt der Bericht folgende Aussagen weiter. Spanische Versicherungen decken laut einem Teamsprecher Schäden in Saudi-Arabien nicht ab, das läuft über die Dakar Einschreibung. Die Schiffsversicherung für den Transport decke nur sehr wenig. Und ein Teamchef gibt wieder, was Castera zugesichert haben soll: Alles, was über ASO gebucht wurde, werde bei einer Absage in Saudi-Arabien vollständig erstattet, anteilig bei einer Teilnahme an der Rally Merzouga by Dakar, oder auf Wunsch für die Dakar 2028 gutgeschrieben. Das sind Aussagen aus zweiter Hand und keine offiziellen Mitteilungen von ASO.
Unser Blick darauf
Wir bei TimeOut Racing stehen für Qualität und für klare Kommunikation. Darum sagen wir Dir offen: Es gibt noch keine endgültige Entscheidung, und wir spekulieren nicht über mehr, als bekannt ist.
Saudi-Arabien bleibt für uns die erste Wahl, auch wenn die politische Lage dort aktuell unsicher ist. Wir sind sehr gerne dort, und die Dakar in Saudi-Arabien ermöglicht für uns mehr kulturellen Austausch. Marokko würde mehr Planungssicherheit bringen, ist aber für Fahrer, Beifahrer und Servicepersonal vermutlich weniger attraktiv. Wir sind selbst schon Rallyes in Marokko gefahren und wissen, wie wunderschön es dort sein kann. Wir würden uns also auch über eine Dakar dort freuen.
Sobald ASO sich festlegt, melden wir uns bei Dir. Eines bleibt, egal ob Saudi-Arabien oder Marokko: Du kannst Dich darauf verlassen, dass wir Dein Fahrzeug und Dein Projekt mit der gleichen Sorgfalt begleiten.
Häufige Fragen zur Dakar 2027
Findet die Dakar 2027 statt?
Laut dem Bericht von Mundo Deportivo sieht keines der beiden Szenarien vor, nicht zu fahren. Der Ort ist aber noch nicht endgültig entschieden.
Wann fällt die Entscheidung?
Teams berichten, ASO habe ihnen gesagt, dass die nächsten rund 15 Tage entscheidend sind. Der Start ist für den 1. Januar 2027 geplant.
Wie lang wäre die Alternative in Marokko?
Gemäss dem Bericht acht Etappen statt der üblichen zwei Wochen, unter dem Arbeitstitel Rally Merzouga by Dakar.
Was passiert mit meiner Anmeldung?
Ein Teamchef gibt im Bericht wieder, dass über ASO gebuchte Leistungen bei einer Absage in Saudi-Arabien erstattet oder für 2028 gutgeschrieben werden sollen. Das ist keine offizielle Mitteilung. Wenn Du bei uns gebucht hast und Fragen zu Deinem Paket hast, sprich uns direkt an.
Gibt es eine Dakar in mehreren Ländern Afrikas?
Nein. Laut Dakar Direktor David Castera ist das wegen der Sicherheitslage nicht möglich.
Quelle: Mundo Deportivo, Oriol Muñoz, "El Dakar perfila un plan A y un plan B para que la carrera de 2027 se dispute", aktualisiert am 05.10.2026. Zum Originalartikel




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