Dakar Classic 2027 Regulations: In welcher Gruppe fährst du?
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Du bist fürs Dakar Classic 2027 angemeldet, weisst aber noch nicht, in welcher Kategorie dein Fahrzeug starten darf. So entscheiden es die neuen Regeln.
Du hast deine Anmeldung fürs Dakar Classic 2027, und jetzt zählt eine Frage mehr als jede andere. In welcher Schnittgruppe darf dein Fahrzeug überhaupt fahren. Laut dem ASO Entwurf beantworten die Dakar Classic 2027 Regulations das mit einem komplett neu gebauten System aus Perioden und Gruppen. Dieser Beitrag führt dich durch genau diese Einteilung und deckt zugleich die weiteren grossen Änderungen aus demselben Entwurf ab, von Reklamation und Appell bis zu neuen sportlichen Formaten und Strafregeln.

Ein wichtiger Hinweis vorweg. Die folgenden Punkte basieren auf einem Entwurf der ASO. Sie sind nicht final. Es gelten immer die offiziell von der ASO publizierten Reglemente unter competitors.dakar.com/en/regulations. Wir teilen diese Übersicht früh, damit du planen kannst, doch jede Zahl hier kann sich noch ändern.
Wir arbeiten uns in den kommenden Tagen tiefer in die vollständigen Dakar Classic 2027 Regulations ein und aktualisieren diese Seite Schritt für Schritt.
Ein neues System mit zwei statt drei Perioden
Die grundlegendste Änderung betrifft die Einstufung eines Fahrzeugs. Laut dem ASO Entwurf werden die bisherigen drei Perioden (A, B und C) auf zwei Perioden reduziert. Massgeblich ist die erste Teilnahme des Modells am Dakar.
Periode A, genannt Pré-95, umfasst Modelle mit erster Teilnahme vor dem 31. Dezember 1994. Periode B, genannt Post-95, umfasst Modelle mit erster Teilnahme ab dem 01. Januar 1995 bis und mit Dakar 2005.
Das Stichjahr für die Fahrzeuge bleibt 2005. Ein ähnliches Modell muss bis zur Edition 2005 am Dakar oder an einem anderen Rallye Raid dieser Zeit teilgenommen haben.
Die neue Low Performance Liste und der Gruppenzugang
Zusätzlich zu Periode A und Periode B führt der ASO Entwurf eine separate Low Performance Liste ein. Das sind leistungsschwächere Fahrzeuge aus Periode A oder B, die von der Organisation gesondert gekennzeichnet werden. Diese Liste ist der einzige Zugang zur langsamsten Gruppe H1.
Die Gruppen H1 bis H4 sind keine Fahrzeugklassen. Es sind Schnittgeschwindigkeitsgruppen. Welche Gruppen ein Fahrzeug fahren darf, hängt von seiner Einstufung ab.

In der Praxis bedeutet das: H1 ist ausschliesslich für Low Performance Fahrzeuge reserviert. H2 steht Periode A und Low Performance Fahrzeugen offen, aber nicht mehr Periode B. H3 und H4 sind für Periode A und Periode B offen.
Die erlaubten Gruppen pro Fahrzeug stehen in Anhang 1 der Dakar Classic 2027 Regulations und werden bei der Validierung der Anmeldung fixiert. Steht ein Fahrzeug nicht in dieser Tabelle, braucht es eine separate Anfrage bei der Organisation. Das Organisationskomitee kann ein Fahrzeug aufgrund seiner technischen und sicherheitsrelevanten Eigenschaften in einer Gruppe annehmen oder ablehnen.
So funktionieren die Schnittgruppen
Laut dem ASO Entwurf legt die Organisation Route und Sollschnitte auf Basis von H2 fest, gefahren mit einem modernen, unpräparierten Standard 4x4. H2 ist damit die Referenzgruppe.
Davon ausgehend liegt H1 mindestens 10 Prozent unter dem Basisschnitt und ist damit die langsamste Gruppe. H2 ist der Basisschnitt der Organisation. H3 liegt mindestens 5 Prozent über dem Basisschnitt. H4 liegt mindestens 10 Prozent über dem Basisschnitt und ist damit die schnellste Gruppe. Aus Sicherheitsgründen kann die Differenz zwischen den Gruppen auf einzelnen Sektoren, etwa bei stark beschädigter Piste oder Camp Nähe, auf 0 Prozent reduziert werden.
Innerhalb der erlaubten Gruppen wählt das Equipage selbst. Ein Periode A Fahrzeug kann bewusst H2 statt H4 fahren, wenn ein ruhigeres Tempo gewünscht ist. Die endgültige Wahl wird nach Private Test und Prolog bestätigt.
Trucks verlieren eine Kategorie in H1t
Auch die Truck Einteilung ändert sich. Laut dem ASO Entwurf dürfen Trucks der Periode B nicht mehr in die langsame Gruppe H1t. 2026 waren beide Perioden in H1t und H2t zugelassen. 2027 bleiben Periode A Trucks für H1t und H2t startberechtigt, während Periode B Trucks auf H2t beschränkt sind.
Einsprüche und Beschwerden sind nun zulässig
Das ist eine grundlegende Verschiebung in der Governance. 2026 galt klar, keine Reklamation und kein Appell waren zulässig. Die Dakar Classic 2027 Regulations drehen das um.
Laut dem ASO Entwurf können Reklamationen nun schriftlich bei der Rennleitung eingereicht werden, spätestens um 18:00 am Tag nach der betroffenen Etappe, und bei der letzten Etappe spätestens um 19:00 am selben Tag. Die Reklamationskaution beträgt 1.000 EUR und verfällt, wenn die Reklamation als unzulässig oder unbegründet erklärt wird.
Auch ein Appell wird möglich, nach den Artikeln 13 und 15 des FIA International Sporting Code und, soweit anwendbar, nach dem FIA Reglement für Disziplin und Gerichtsbarkeit. Die internationale Appellkaution beträgt 3.000 EUR. Im ganzen Dokument verweisen die Bezüge nun ausdrücklich auf den FIA International Sporting Code, was die Veranstaltung im FIA Rahmen formalisiert.
Neue sportliche Formate: Neutralisationszonen und Power Stage
Zwei Formate sind komplett neu. Laut dem ASO Entwurf können Neutralisationszonen (NEU IN und NEU OUT) innerhalb jeder Regularity Test über 200 km gesetzt werden, mit einer Sollzeit zwischen Ein und Ausfahrt. Eine fehlende NEU IN oder NEU OUT kostet 300 Punkte, jede Sekunde zu früh am NEU OUT kostet 5 Punkte.
Das zweite neue Format ist die Power Stage auf RT 13.1. Sie läuft mit doppelten Strafen, nämlich 2 Punkte pro Sekunde für eine zu frühe oder zu späte Ankunft bis 60 Punkte pro Zeitkontrolle, 100 Punkte pro verpasstem Zwischenkontrollpunkt, ein Maximum von 900 Punkten und 1.000 Punkte für einen verpassten Start.
Härtere und stärker gestaffelte Strafen
Die Strafstruktur wird feiner abgestuft. Laut dem ASO Entwurf hängt die Maximalstrafe einer Regularity Test jetzt von ihrer Länge ab. Bis 200 km bleibt das Maximum bei 450 Punkten und ein verpasster Start bei 500 Punkten. Über 200 km steigt das Maximum auf 900 Punkte und der verpasste Start auf 1.000 Punkte. Dieselbe längenbasierte Logik gilt nun auch für die Navigation Tests.
Neu kommt eine 10 Minuten Regel dazu. Mehr als zehn Minuten Verspätung an einem oder mehreren Zwischenkontrollpunkten, das Ende der RT eingeschlossen, löst die Maximalstrafe dieser RT aus.
Nicht alles wird strenger. Ein verpasster Checkpoint kostet neu 50 statt 200 Punkte. Neu gibt es eine Mindestlücke von 3 Minuten zwischen virtueller Zeitkontrolle und dem Start einer RT oder NT.
Dazu kommt eine neue Option zur Neueinstufung. Ein Equipage, dessen Etappenresultat wegen Mechanik, Zwischenfall oder Ausnahmesituation nicht dem üblichen Niveau entspricht, kann via Inquiry Form bis 19:00 eine neue Position auf der Startliste der Folgeetappe beantragen.
Navigation: jedes Roadbook Kästchen ist jetzt ein Waypoint
Eine praktische Änderung für die Copiloten. Laut dem ASO Entwurf ist jedes Kästchen im Roadbook nun ein Waypoint. 2026 war ausdrücklich festgehalten, dass nicht alle Kästchen als Waypoints zählen. Der Waypoint Typ ist sowohl im Papier als auch im digitalen Roadbook markiert.
Kalender und Route
Der Zeitplan verschiebt sich. Laut dem ASO Entwurf läuft das Dakar Classic 2027 vom 30. Dezember 2026 bis 15. Januar 2027. Das Start Camp wandert von Yanbu nach King Abdullah Economic City, kurz KAEC. Die Bivouac Städte sind neu, darunter Al Ula, Hail, Al Duwadimi, Bisha, Wadi Ad Dawasir und Al Baha, mit dem Ruhetag in Bisha. Es gibt zwei Marathon Bivouacs und zwei Private Test Tage statt drei. Der offizielle Aushang läuft über die Sportity App mit dem neuen Passwort DK27CLASSIC.
Ein neuer Cross Challenge mit der Rallye du Maroc Classic
Die Dakar Classic 2027 Regulations ergänzen einen kombinierten Challenge über zwei Veranstaltungen. Laut dem ASO Entwurf wird ein Challenge für alle Teilnehmer der Rallye du Maroc Classic 2026 und des Dakar Classic 2027 organisiert. Um teilnahmeberechtigt zu sein, muss der Fahrer oder Copilot auf der offiziellen Starterliste beider Veranstaltungen stehen. Die Schlusswertung ergibt sich aus der Summe der Strafpunkte der offiziellen Wertung beider Rallyes.
Was ist mit dem technischen Reglement
Die Punkte oben stammen alle aus dem sportlichen Reglement. Das technische Reglement 2027 ist ein eigenes Dokument und hat sich ebenfalls geändert. Diese Themen rund um die Fahrzeugvorbereitung, etwa Sicherheitskäfig, Tankschutz und Beleuchtung, behandeln wir in einem eigenen Folgebeitrag.
Was das für deine Anmeldung bedeutet
Wenn du eine Anmeldung zum Dakar Classic 2027 planst, ist das neue System aus Perioden und Gruppen der erste Prüfpunkt, denn es entscheidet, welche Schnittgruppen dein Fahrzeug fahren darf. Die Governance Änderung, mit Reklamation und Appell, verändert den Umgang mit Streitfällen auf der Rallye. Die neue Strafstruktur belohnt präzise Regularität noch stärker als bisher.
Als Team, das vier Dakar-Einsätze mit einer Finisher Quote von 100 Prozent über alle betreuten Kunden absolviert hat, übersetzen wir diese Dakar Classic 2027 Regulations in einen klaren Plan für jedes Fahrzeug und jedes Equipage. Wenn wir dein konkretes Auto oder deinen Truck der Periode und den möglichen Gruppen zuordnen sollen, sprich mit uns.
FAQ: Dakar Classic 2027 Reglemente
Sind die Dakar Classic 2027 Regulations final?
Nein. Laut dem ASO Entwurf ist das eine Arbeitsversion vom 02. Juni 2026 mit mehreren noch offenen Feldern. Verbindlich sind immer die von der ASO publizierten Reglemente unter competitors.dakar.com/en/regulations.
Wie viele Perioden gibt es 2027?
Zwei. Periode A ist Pré-95, mit erster Teilnahme des Modells vor dem 31. Dezember 1994. Periode B ist Post-95, ab dem 01. Januar 1995 bis und mit Dakar 2005.
Welche Fahrzeuge dürfen in die Gruppe H1
Nur Fahrzeuge auf der Low Performance Liste, aus Periode A oder B.
Kann man 2027 gegen Entscheide Beschwerden einlegen?
Ja. Laut dem ASO Entwurf ist eine Beschwerde nun nach den Artikeln 13 und 15 des FIA International Sporting Code möglich, mit einer internationalen Appellkaution von 3.000 EUR. Auch Reklamationen sind möglich, mit einer Kaution von 1.000 EUR.
Was ist die Power Stage?
RT 13.1 wird als Power Stage mit doppelten Strafen gefahren, unter anderem 2 Punkte pro Sekunde und einem Maximum von 900 Punkten.
Was ist das Stichjahr für die Fahrzeuge?
Ein ähnliches Modell muss bis zur Edition 2005 am Dakar oder an einem anderen Rallye Raid dieser Zeit teilgenommen haben.
Quellen und Haftungsausschluss
Diese Übersicht basiert auf dem ASO Entwurf des Règlement Particulier für das Dakar Classic 2027, Version V1 vom 02. Juni 2026. Sie dient nur zur Orientierung und kann sich noch ändern. Es gelten immer die offiziell von der ASO publizierten Reglemente unter competitors.dakar.com/en/regulations.




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